Maximilian Eckel

Gast · Folge 04

Maximilian Eckel.

Leiter des Entrepreneurship Centers der WHU

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Seine Thesen für 2036

Wird Software wertlos?

„Die Ausrede "ich habe keinen Tech-Cofounder" zählt nicht mehr. Investoren erwarten heute, dass du dein MVP selbst gebaut hast."

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Der neue Flaschenhals

„Produktentwicklung wird Commodity. Distribution ist der Flaschenhals, der entscheidet, ob ein Unternehmen erfolgreich wird oder nicht."

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Welche Skills 2036 zählen

„Agency, am besten übersetzt mit Tatendrang, ist der größte Differenzierungsfaktor: Leute dazu bringen, sich Zeit für dich zu nehmen."

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Welche Skills 2036 zählen

„Choose your boss, not your job: Such dir Umfelder, in denen die Messlatte immer höher gesetzt wird. Das erhöht deine Surface Area for Luck."

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Der neue Flaschenhals

„Die großen Incumbents werden stärker: Microsoft und Google haben die Distribution, und sie kopieren dein cooles Startup intern immer schneller."

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Wird Software wertlos?

„SaaS wird headless: KI-Agenten greifen auf Salesforce zu, nicht mehr Menschen über ein Interface."

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Wer malt die Zukunft?

„Es wird eine Gegenbewegung gegen KI geben, solange die Gewinne nicht bei den Menschen ankommen. Genau wie bei den Ludditen in der Industrialisierung."

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Wer malt die Zukunft?

„Uns fehlen positive Zielbilder, die Lust machen, nach vorne zu laufen. Da machen wir gesellschaftlich gerade keinen super Job."

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Sein Rapid-Fire für 2036

21 · Im Jahr 2036 wird es das Solo-Founder-Unicorn geben?

„Absolut."

22 · Gibt es 2036 noch die Unterscheidung zwischen Tech-Foundern und Business-Foundern?

„Zumindest im Deep-Tech-Bereich: 100 Prozent."

23 · Welcher Beruf, den wir heute für selbstverständlich halten, existiert 2036 nicht mehr?

„Anwaltsgehilfe. Es gibt ein paar Jobs, wo ein anderer Einstieg in den Karriereweg notwendig wird."

24 · Wie viele Stunden arbeitet ein Wissensarbeiter 2036 pro Woche?

„Ich bleibe bei 40 Stunden. Aber ich hoffe, die Produktivität ist ein Vielfaches höher, wegen der agentischen Unterstützung."

25 · Wie hoch ist 2036 die Arbeitslosenquote?

„Wenn Care Work als Job gesehen wird, vielleicht sogar niedriger als heute. Ich kann aber auch dystopischere Bilder sehen."

26 · Lohnt sich 2036 noch das klassische BWL-Studium?

„Wenn es nur ums Absorbieren von Wissen geht: nein. Es läuft auf Prägung der Denkweise, Peer Group und soziale Vernetzung hinaus."

27 · Hat Deutschland 2036 noch eine eigene Tech-Industrie?

„Ja. Wir werden eher mehr Leute in der Tech-Industrie haben, nicht weniger."

28 · In welcher Branche hat Deutschland noch die Chance, Marktführer zu werden?

„Robotik, Quantencomputing. Und viel Reiz sehe ich in Fusionsenergie."

29 · Welche Technologie wird 2036 unseren Alltag am meisten prägen?

„Weiterhin die KI. Wir sind gerade in Jahr vier oder fünf vom Internet, bis sie überall ankommt, dauert es mindestens diese zehn Jahre."

30 · Verbringen wir 2036 mehr Zeit mit KI-Agenten und Avataren oder mit Menschen?

„Menschen. Warum sollten KI-Agenten mit Menschen reden? Das ist super ineffizient. Sollen die miteinander reden, und wir reden miteinander."

Die Abschlussfrage: Was machst du heute, wofür man dich 2036 belächeln würde?

„Ein relevanter Teil meines Jobs ist heute, ein gepimptes Telefonbuch zu sein: Leute fragen mich, wen es in der WHU-Community für XY gibt. Ich hoffe, dass das in zehn Jahren eine frei zugängliche Knowledge Base übernimmt."

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