Gast · Folge 07
Florian Bamberg.
Ex-Journalist (Dow Jones, FAZ, DPA), heute PR- und Reputationsberater für Unternehmen wie TikTok Shop und Deal Circle
Seine Thesen für 2036
Sichtbar in der KI-Suche
„Wer nicht von KI zitiert wird, den gibt es langfristig nicht. Die Menschen googeln weniger und fragen die KI, selbst Google zeigt die KI-Antwort zuerst."
Sichtbar in der KI-Suche
„Die KI überindexiert redaktionelle Medien: 80 Prozent der zitierten Quellen sind unabhängig. Da, wo der Mensch vertraut, vertraut auch die KI."
Sichtbar in der KI-Suche
„Pressearbeit wird in Zeiten der KI-Suche relevanter, als sie es zu Google-Zeiten je war. Sie ist der vergessene Growth Hack."
Der neue Flaschenhals
„Marketing kauft Reichweite, Medienarbeit schafft Vertrauen: Ein Dritter validiert dich. Genau das lässt sich nicht linear kaufen."
Wer malt die Zukunft?
„In Zeiten von KI-Overflow brauchen Menschen Institutionen, die ihnen sagen, worauf es ankommt und worauf nicht."
KI im Unternehmen
„Bald reden Maschinen mit Maschinen: Content nur für KI-Bots wird reine Effizienzsache. Aber wer Menschen mit AI-Slop quält, wird für einen Idioten gehalten."
Sein Rapid-Fire für 2036
„Nach kognitiver Intelligenz, also gemessen am IQ, schlauer."
„2 Prozent. Ich folge der These, dass durch KI netto mehr Jobs entstehen als wegfallen, weil der Gesamtwohlstand steigt."
„Es wird anders sein, aber es wird gehen, weil es immer Marken braucht."
„Reichweite."
„Empathie, Menschen verstehen. Genau das, was die KI nicht hundertprozentig lösen kann."
„Einem Mix aus beidem."
„Ja, aber als Statussymbol, bei viel niedrigeren Auflagen und vielleicht deutlich teurer."
„Auf jeden Fall."
„Auf jeden Fall braucht es weiter PR."
Die Abschlussfrage: Was machst du heute, wofür man dich 2036 belächeln würde?
„Ich habe eine Putzfrau. In zehn Jahren übernimmt das ein Roboter, der nicht nur putzt, sondern die Wäsche abhängt, das Bett bezieht und für mich einkaufen geht."